Geschichte

Der Gemeindename Schinznach-Bad gibt es erst seit dem 01. Januar 1938, vorher hiess unser Dorf "Birrenlauf".

Nachdem sowohl Bahnstation als auch Poststelle schon seit Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts in Anlehnung an das Bad Schinach den Namen Schinznach-Bad trugen, kam es immer wieder zu unliebsamen Verwechslungen, denn vielen Leuten war der Name Birrenlauf für diese Gemeinde unbekannt. Umgekehrt wussten sie nicht, dass das Bad Schinznach politisch zur Gemeinde Birrenlauf gehörte, sondern sie glaubten vielmehr, es sei Bestandteil der Gemeinde Schinznach.


Wie entstand nun aber der Name Schinznach-Bad? Das erste Gebäude des berühmten Schwefelbades wurde um 1660 am westlichen Aareufer, also im Gemeindebann von Schinznach errichtet. Es erhielt daher den namen "Schinznacher Bad". Schon kurz darauf fiel dieses Badegebäude einem Hochwasser zum Opfer.

In der Folge - nach Korrekturen am Aareflussbett - wurde 1696 die Quelle am rechten Aareufer neu gefasst und dort der Kern der noch heute existierenden Bade- und Hotelanlage errichtet. Dadurch kam das Bad in die Gemarkungen der Gemeinde "Birrenlauf" zu liegen, behielt jedoch den bereits damals renommierten Namen "Schinznacher Bad". Die Gemeinde verdankt also ihren heutigen Ortsnamen der bedeutenden Schwefelquelle und dem Aarehochwasser von 1670.


Das Bad Schinznach ist jedoch nicht nur Namensgeber unserer Gemeinde, sondern seit dem 18. Jahrhundert war das kleine Bauerndorf "Birrenlauf" auch in wirtschaftlicher Hinsicht eng mit den Geschicken des Heilbades verbunden. Die Dorfbewohner fanden Arbeit im aufkommenden Kurbetrieb. Die Badegäste vornehmer und oft aristokratischer Herkunft - so ist aus alten Aufzeichnungen zu entnehmen - nahmen ihrerseits lebhaften Anteil an ländlich-volkstümlichen Gebräuchen.


Nachforschungen in der Geschichte unserer Gemeinde führen immer wieder zum Bad Schinznach. Die Geschichtsträchtigkeit des Bades wird unter anderem dadurch dokumentiert, dass dort im Jahre 1761 durch Persönlichkeiten des politischen und kulturellen Lebens aus der ganzen Schweiz die Helvetische Gesellschaft gegrüdet wurde und im Jahre 1810 die Aargauische Kulturgesellschaft.

Die erste geschichtliche Erwähnung unseres Dorfes geht auf das Jahr 1064 zurück, als die Grafen von Habsburg die Güter in Biralophon (Birrenlauf), bestehend angeblich aus vier Höfen, dem Kloster Muri, vergabten. Zum habsburgischen Eigenamt gehörend, wurden sie im 14. Jahrhundert dem ebenfalls habsburgischen Kloster Königsfelden unterstellt.